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gsunde.website

Blog · 17. Juli 2026 · 8 Min. Lesezeit

Website für die neue Arztpraxis: Die Praxisgründer-Checkliste

Von der Kassenstelle bis zum ersten Patiententermin: der komplette Website-Fahrplan für Praxisgründer:innen, mit Zeitplan und Prioritäten.

Die wichtigste Regel für Praxisgründer:innen: Domain und E-Mail-Adresse sofort sichern, sobald der Ordinationsname feststeht; die Website 6 bis 8 Wochen vor der Eröffnung live schalten, damit Google sie indexiert; das Google Business Profile ab dem Eröffnungsdatum. Alles andere folgt einem Zeitplan, der rückwärts vom Eröffnungstag gerechnet wird.

Der Zeitplan: rückwärts vom Eröffnungstag

Zwischen Kassenstellen-Zusage oder Wahlarzt-Entscheidung und dem ersten Patiententermin liegen Monate voller Behördenwege, Umbauten und Personalfragen. Die Website wirkt da wie ein Punkt für später – ist sie aber nicht, denn zwei Dinge brauchen Vorlaufzeit: die Domain (die kein zweites Mal vergeben wird) und die Google-Indexierung (die nicht über Nacht passiert).

Sofort: Domain und E-Mail-Adresse sichern

Sobald der Name der Ordination feststeht, registrieren Sie die Domain – auch wenn die Website erst Monate später kommt. Eine Domain kostet 10 bis 30 Euro im Jahr; ist der Wunschname einmal vergeben, ist er weg. Richten Sie gleichzeitig eine professionelle E-Mail-Adresse auf der eigenen Domain ein (etwa ordination@ihr-name.at). Diese Adresse wandert in den kommenden Monaten auf Visitenkarten, Stempel, Kassenformulare und Behörden-Korrespondenz – wer hier mit einer Gratis-Adresse startet, muss später alles doppelt ändern.

8 bis 12 Wochen vorher: Inhalte sammeln, Anbieter beauftragen

Jetzt entsteht das Material: Leistungsbeschreibungen, Ordinationszeiten (auch vorläufige), Teamvorstellung, Fotos. Die eigentliche Umsetzung ist bei einem spezialisierten Anbieter der kürzeste Teil – bei gsunde.website dauert sie 3 bis 5 Werktage ab Eingang aller Inhalte. Der Engpass sind fast immer die Inhalte selbst, nicht die Technik. Planen Sie deshalb die Sammelphase großzügig und die Produktionsphase knapp.

6 bis 8 Wochen vorher: Website live schalten

Die Website geht vor der Ordination in Betrieb – mit dem Hinweis „Ordination öffnet am ...“ und der Möglichkeit, sich vormerken zu lassen. Der Grund ist technisch: Google muss eine neue Domain erst entdecken, crawlen und indexieren, bevor sie in Suchergebnissen auftaucht; wie dieser Prozess funktioniert, erklärt Google Search Central. Wer erst am Eröffnungstag live geht, ist in den entscheidenden ersten Wochen unsichtbar – genau dann, wenn künftige Patient:innen nach der neuen Ordination suchen.

Ab dem Eröffnungsdatum: Google Business Profile

Der Brancheneintrag bei Google (Karte, Öffnungszeiten, Bewertungen) gehört ab dem Eröffnungsdatum eingerichtet und mit der Website verknüpft. Achten Sie auf konsistente Angaben: Name, Adresse und Telefonnummer müssen auf Website, Google-Profil und in Verzeichnissen identisch sein – Abweichungen kosten Vertrauen bei Google und bei Menschen. In den ersten Wochen nach der Eröffnung lohnt ein kurzer wöchentlicher Blick ins Profil: Stimmen die Öffnungszeiten noch, sind erste Bewertungen eingetroffen, wurden Fragen gestellt? Ein gepflegtes Profil und eine schnelle Website verstärken einander – das eine bringt den Klick, die andere überzeugt danach.

Die Inhalts-Checkliste für die Gründungs-Website

Eine neue Ordination braucht keine 20 Seiten. Sie braucht diese Punkte, vollständig und aktuell:

  • Leistungen: Was wird angeboten, was bewusst nicht? Klarheit erspart Anrufe und Enttäuschungen.
  • Kassen- oder Wahlarzt-Status: Die meistgestellte Frage überhaupt. Bei Kassenvertrag: welche Kassen. Bei Wahlarzt: Hinweis auf Kostenerstattung und Honorarinfo.
  • Ordinationszeiten: inklusive Regelung für Urlaube und Feiertage – und wer in Abwesenheit vertritt.
  • Team: Namen, Qualifikationen, ein echtes Foto. Gerade eine neue Ordination lebt davon, dass man sieht, zu wem man kommt.
  • Anfahrt: öffentliche Verbindungen, Parkplätze, barrierefreier Zugang, Stockwerk und Lift.
  • Impressum und Datenschutzerklärung: ab dem ersten Tag online, nicht als Nachtrag.
  • Info für den ersten Besuch: e-card, Befunde, Überweisung – ein Absatz, der dem Team täglich Erklärarbeit abnimmt.

Genauso wichtig ist, was Sie weglassen: kein Blog, den niemand pflegen wird, keine „Aktuelles“-Sektion, die nach drei Monaten veraltet wirkt, keine Seiten für Leistungen, die erst geplant sind. Eine kompakte Website, auf der jede Angabe stimmt, wirkt professioneller als eine große, die schon zur Eröffnung Lücken zeigt – erweitern können Sie jederzeit.

Rechtliche Basics zum Start

Zwei Themen gehören von Anfang an mitgedacht, nicht nachgerüstet: Datenschutz und Barrierefreiheit. Eine Ordinations-Website ohne US-Tracker, mit lokal eingebundenen Schriften und einer sauberen Datenschutzerklärung erspart Ihnen Diskussionen, bevor sie entstehen; die Details stehen im Hub DSGVO für Arzt-Websites. Und wer barrierefrei startet, baut günstiger als wer nachbessert – was gilt und was sinnvoll ist, steht im Hub Barrierefreiheit & BaFG. Beides ersetzt keine Rechtsberatung, deckt aber die typischen Stolpersteine ab.

Anlaufstellen für Gründer:innen

Für die Gründung selbst gibt es zwei zentrale Adressen: Das Unternehmensserviceportal bündelt die Behördenwege der Unternehmensgründung, die Österreichische Ärztekammer informiert zu Ordinationsgründung und Berufsrecht. Wer die Website fördern lassen will: Über KMU.DIGITAL werden Beratung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten durch zertifizierte Berater:innen gefördert – die aktuellen Konditionen stehen direkt auf der Programmseite.

Die vier typischen Gründer-Fehler

  1. Die Website als letzter Punkt der Liste. Nach Umbau, Geräten und Personal ist kein Budget und keine Energie mehr übrig – und die Ordination eröffnet unsichtbar. Die Website gehört in die Mitte des Projektplans, nicht ans Ende.
  2. Das Baukasten-Provisorium, das bleibt. „Fürs Erste“ wird schnell etwas zusammengeklickt – und drei Jahre später repräsentiert dieselbe Vorlage noch immer die Ordination. Provisorien haben die Eigenschaft, dauerhaft zu werden; wer sie vermeiden will, plant gleich die richtige Lösung ein.
  3. Fotos aufschieben. „Wenn die Ordination fertig ist, machen wir Fotos“ – und dann ist der Betrieb angelaufen und nie Zeit. Porträtfotos gehen jederzeit; Raumfotos lassen sich kurz vor der Eröffnung nachrüsten. Eine Website mit echten Gesichtern schlägt jede Stockfoto-Galerie.
  4. Gratis-E-Mail auf allen Drucksorten. Wer die private Adresse auf Visitenkarten und Formulare druckt, migriert später mühsam – siehe oben: Domain und Adresse kommen ganz an den Anfang.

Budget-Realität in der Gründungsphase

Eine Praxisgründung frisst Kapital: Einrichtung, Medizintechnik, Personal, Kaution. Genau deshalb zählt bei der Website Planbarkeit. Der Markt reicht von 1.500 bis 8.000 Euro Agentur-Einmalkosten plus 100 bis 250 Euro monatlicher Wartung bis zum spezialisierten Fixpreis-Modell. Bei gsunde.website kostet die Website einmalig ab €790 zzgl. USt – ohne Abo, ohne laufende Wartungskosten, mit 50 % Anzahlung und 50 % bei Übergabe. Für Gründer:innen heißt das: eine einzige, kalkulierbare Position im Finanzplan statt einer monatlichen Dauerbelastung ab dem ersten Tag. Und wenn es schnell gehen muss: 3 bis 5 Werktage ab Eingang aller Inhalte, auf Anfrage auch als 24h-Express. Nach vollständiger Zahlung wird der Quellcode samt Repository übergeben – die Website gehört der Ordination, nicht dem Dienstleister. Alle Optionen stehen auf der Preise-Seite: ab €790, ohne Abo.

Die Checkliste kompakt

  • Sofort: Domain registrieren, E-Mail-Adresse auf eigener Domain einrichten.
  • 8 bis 12 Wochen vorher: Inhalte sammeln (Leistungen, Zeiten, Team, Fotos), Website-Anbieter beauftragen.
  • 6 bis 8 Wochen vorher: Website live schalten, damit Google indexieren kann.
  • Ab Eröffnungsdatum: Google Business Profile einrichten und mit der Website verknüpfen.
  • Laufend: Öffnungszeiten aktuell halten, Bewertungen im Blick behalten, Raumfotos nachrüsten.

Fazit

Die Website einer neuen Ordination ist kein Deko-Projekt für später, sondern Infrastruktur mit Vorlaufzeit: Domain sofort, Inhalte 8 bis 12 Wochen vorher, live 6 bis 8 Wochen vor der Eröffnung, Google Business Profile ab dem Eröffnungsdatum. Wer diese vier Termine im Projektplan verankert, eröffnet sichtbar – und erspart sich das Provisorium, das sonst Jahre bleibt.